G3 Die THG-Emissionen beim Bauen werden reduziert.

G3a Kreislauforientiertes Bauen
Zur Reduktion von indirekten THG-Emissionen
Hauptziel
Eine Möglichkeit, die indirekten Treibhausgasemissionen bei der Erstellung von Gebäuden zu reduzieren, ist kreislauforientiertes Bauen. Konkret bedeutet dies, dass folgende drei Aspekte beim Bauen berücksichtigt werden:
- Sorgfältiger Umgang mit der bestehenden Gebäudesubstanz: In den bestehenden Gebäuden sind viele «Graue Treibhausgasemissionen» gebunden. Beim Weiterbauen des Gebäudebestandes sollten daher die THG-Bilanzen aller Varianten – Erhalt, Teilerhalt, Ertüchtigung, Neubau – geprüft und gegeneinander abgewogen werden.
- Lange Nutzungsdauer der Gebäude: Eine lange Nutzungsdauer kann beispielsweise durch professionelle Bewirtschaftung und gezielte Instandhaltungen, aber auch durch eine qualitativ hochstehende Architektur, dauerhafte und langlebige Konstruktionen, langlebige Materialien oder anpassungsfähige Grundrisse erreicht werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Nutzungsflexibilität oder Modularität nicht zu erhöhten Emissionen beim Bau führen (z. B. durch erhöhte Deckenstärke).
- Bauweise und Materialwahl für zirkuläres Bauen: Bauteilen, das Rezyklieren von Baumaterialen, die Verwendung von kreislauffähigen Baumaterialien oder die Trennbarkeit von unterschiedlich langlebigen Strukturen die THG-Emissionen reduziert werden, da weniger neue Baumaterialien benötigt werden.
Bei den bestehenden stadteigenen Liegenschaften liegt der Fokus auf dem Erhalt und es werden nur wenige Neubauten erstellt. Die Stadtverwaltung ist Erstunterzeichnerin der Charta Kreislauforientiertes Bauen und in weiteren Netzwerken engagiert. Sie wendet Prinzipien des kreislauforientierten Bauens bei ihren eigenen Gebäuden schon an: So konnte bei einem städtischen Pilotprojekt am Kindergarten Mööslistrasse aufgezeigt werden, dass durch die Wiederverwendung von Bauteilen rund 30 % THG-Emissionen eingespart werden konnte. Voraussichtlich Anfang 2027 wird mit dem Juch-Areal ein neues Recyclingzentrum entstehen, das aus einem hohen Anteil wiederverwerteter Bauteile besteht und gegenüber einem konventionellen Neubau 40 % THG-Emissionen einspart.
Die Reduktion der indirekten Emissionen soll durch die Umsetzung der Handlungsfelder G3a–G3c erfolgen. Welchen Beitrag das kreislauforientierte Bauen zur Zielerreichung leistet, kann nicht quantifiziert werden und ist je Bauprojekt unterschiedlich.
Ziel
G3 Die THG-Emissionen beim Bauen werden reduziert.